Text: O. Steinacker
Bin ein Flieger! - ach mein Lieber, wie ich mich darüber freu'.
Gehst zur Werkstatt jeden Abend, einsam sitze ich dabei.
Oh mein Baby, oh mein Baby, liebstes Herzchen, du bist mein,
nach der Werkstatt, liebes Kindchen, bringe ich Dich ja noch heim!
Eines Tages, in der Frühe, setzt man ihn in's Flugzeug rein.
Von der Piste zum Alleinflug singet ihm der Flugverein.
Lieber Tobel, liebes Baby, bring den Vogel sicher rein,
denn wir haben nur den einen; ist er hin, trau dich nicht heim!
Und der Vogel steigt zum Himmel; wieder klinkt der Kerl nicht aus.
Über'm hellen Kuhgebimmel holt er nun zur Kurve aus.
Oh mein Vogel, flieg die Kurve, denn Du weißt, das kann er nicht,
ach, mein Herz schlägt bis zum Halse, daß den seinen er nicht bricht.
Schön geflogen wär' er sicher, doch das Ruder ging zu weich.
Abgeschmiert sucht er den Himmel. Gott sei Dank! Er fand ihn gleich.
Oh mein Schätzchen, flieg doch ruhig; immer nach dem Horizont.
Ach, den kannst du wohl nicht finden? Doch die Kuh, die sich dort sonnt.
Endlich bin ich drauf gekommen, daß das Ding allein nicht fliegt.
Landen muß man auch noch können, weil man sonst in Trümmern liegt.
Oh mein Täubchen, wie sie laufen, holen dich und mich noch ein.
Ach, ich glaub' ich werde fliehen, denn sie brüllen hundsgemein.
So, mein Lieber! Klagst schon wieder? Fang noch mal von vorne an!
Geh' zur Werkstatt jeden Abend; ich werd' helfen, wenn ich kann.
Liebstes Weibchen, oh mein Schnucki, bleib dem Uhrenmacher treu -
nach der Werkstatt, liebstes Herzchen, bringe heim ich dich auf's neu'!
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