von Hans Druxes, 21. März 1976
Uralt sind des Menschen sehnsuchtsvolle Träume,
es doch den kleinen, flinken Vögeln gleich zu tun.
Zu bezwingen weite, stille Himmelsräume, -
und der Gedanke ließ die Menschen niemals ruh'n.
Nur dort oben können wir es leise ahnen,
wie die Schönheit der Natur und ihre Macht
uns ewig an das Urgewalt'ge mahnen,
noch viel stärker, als man's unten je gedacht.
Still die weißen Wolken ihre Bahnen ziehen,
um uns strahlt im tiefen Blau das Firmament.
Nur vor Naturgwalten muß der Mensch entfliehen,
unser Aufwärtsdrang wird sonst durch nichts gehemmt.
Immer wenn wir durch den blauen Äther gleiten,
wir bedauernd auf die kleinen Menschlein sehen,
die nichts ahnen von fernen, schönen Weiten,
und bedrückt von ihren Sorgen unten gehen.
Wunderschön ist es zu schweben, sinken, gleiten.
Man wird ein and'rer Mensch im reinen Sonnenschein.
Oh, wie möcht ich gern für alle Ewigkeiten
losgelöst im freien, blauen Äther sein.
Was bedeutet dieses kleine Wörtchen "fliegen"?
Immer heißt es - frei und reich, auch glücklich sein.
Des Gefühles Stärke läßt uns ewig siegen -
über alle großen Sorgen, Müh' und Pein!
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