
Von Sportlern weiblicher Natur,
die sich ins Flugzeug setzen,
gibt es zwei krasse Typen nur
auf allen Landeplätzen:
Die eine fliegt aus Prahlerei,
erfüllt von dem Verlangen,
sich durch den Flugsport nebenbei
auch einen Mann zu angeln.
Hübsch aufgemacht -- charmant und keß --
mit buntlackierten Nägeln
schwebt sie herbei im Flieger-Dress
-- doch nicht zum Thermiksegeln!
Sie tut sehr stolz und hütet sich
die Finger zu beschmutzen
und bringt den Fliegern lediglich
mehr Arbeit ein als Nutzen.
So steht sie auf dem Flugplatz dann
abseits und halb vergessen
und angelt sich doch keinen Mann
trotz aller Raffinessen.
Die a n d e r e kommt zum Flugplatz nur
aus reinem Drang zum F l i e g e n
und lässt -- trotz weiblicher Statur --
sich niemals unterkriegen!
Egal, was es zu helfen gibt,
sie zeigt stets flinke Hände
und macht sich dadurch rasch beliebt
in Werkstatt und Gelände.
Sie teilt mit uns die Flugdienstzeit
in fraulich-schlichtem Tone
und wird - trotz mancher "Männlichkeit" -
doch nie zur Amazone!
Sie weiß: Bei uns wird nur die Frau,
die auf den "Rhöngeist" achtet,
beim FLiegen und beim Flugzeugbau
als Kamerad betrachtet.
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