Als alter Fuchs der Fliegerei
hat er schon viel erfahren
und ist auch heute noch dabei
in "vorgerückten" Jahren.
Er rennt und springt von früh bis spät
- oft mehr als mancher "junge" -
und dirigiert sein Fluggerät
mit ungedämpftem Schwunge.
Durch P r a x i s, nicht durch Theorie
glänzt er in Fliegerkreisen
und sein Gefühl verläßt ihn nie
bei seinen Aufwindreisen.
Für überspitzte Wissenschaft
kann er sich schlecht begeistern
- er sucht durch bloße Sinneskraft
sein Flugprogramm zu meistern.
Er kann auch o h n e Instrument
und frei nach Schnauze fliegen,
weil er ein b e s s e r e s Mittel kennt
um Aufwind herzukriegen:
Das "Vario", das er benützt
nach altbewährter These,
ist völlig unsichtbar und sitzt
vermutlich im Gesäße!

Hier fühlt er jeden Aufwindhauch
und wittert jede Böe
und krebst im kleinsten Thermikschlauch
noch sicher in die Höhe.
Er "riecht" aus weiter Ferne schon
versteckte Warmluftblasen
und "schmeckt" auch jede Inversion
am Rand der Wolkenstraßen.
So fliegt er stets rein instinktiv
nach einem "sechsten Sinne"
und nimmt die Praxis als Motiv
bei jedem Flugbeginne.
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