Kreideweiß


Text: Schroeder unter Mitwirkung von HelHel und Irene
Nach einer bekannten Schnulze von "König Schwarz"

Ganz in weiß, die Flügelspitzen rot,
war das Flugzeug, das man dir zum Gastflug bot.
Festgeschnallt in einem Liegestuhl,
denkst du dir "Der Windenstart ist ja ganz cool".

Kalter Schweiß steht bald auf deiner Stirn,
derweil ich kämpf, den schlappen Aufwind zu zentrier´n.
Da hilft enges Kreisen nur,
du schaust verzweifelt auf die Uhr.
Dein Gesicht verfärbt sich kreideweiß.

Kreideweiß, so sitzt du hinter mir,
und du meinst der Segelflug sei kein Pläsier.
Kreideweiß stößt du mich klagend an,
und du fragst mich: "Dauert dieser Flug noch lang?"

Weil ich spür: Das geht nicht lange gut,
reich´ ich dir schon mal zur Vorsicht meinen Hut.
Und dann kam dein Frühstück hoch,
das nicht grad nach Kaffee ro(o)ch.
Kreideweiß geht´s in den nächsten Kreis.

Kreideweiß, so steigst du bei mir aus,
und du sagst: "Der Flug mit dir, der war ein Graus!"
Kreideweiß, die Tüte unterm Arm,
prallgefüllt, der Inhalt noch ein bisschen warm.

Kreideweiß, so legst du dich ins Gras,
und du denkst bei dir: "Oh, lieber Gott, das war´s.
Bei dem steig ich nicht mehr ein,
denn der ist ein Fliegerschwein,
und das werde ich ihm nie verzeih´n!"

"Bei dem steig ich nicht mehr ein,
denn der ist ein Fliegerschwein,
und das werde ich ihm nie verzeih´n!"


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