Wenn man fragt, wo wohl beim Fliegen
meistens die Gefahren liegen,
so ergeben sich Aspekte,
die man kürzlich erst entdeckte.
Da sind einmal schon die Straßen
Richtung Airport nicht zum Spaßen.
Dräuend brodelt der Verkehr,
und schon mancher lebt nicht mehr,
der zum Flugplatz fahren wollte.
Dort an Ort und Stelle sollte
man den Platzbenutzungsriten
demutsvoll Kotau entbieten.
Feuerwehr und Zollorgane
zürnen sehr, wenn der profane
Durchschnittsmitteleuropäer
kommt dem weiten Rollfeld näher,
als erlaubt. Schimpfkanonaden
brachten viele schon zu Schaden.
Der Pilot ist nicht zuletzt
den Gefahren ausgesetzt,
wenn zum Gastflug schöne Frauen
blindlings sich ihm anvertrauen.
Gleich sieht er den Himmel offen,
wenn vom Luftschraubstrahl getroffen
flatternd und mit wildem Beben
jäh die Röcke sich erheben.
Bis der letzte Anschnallgurt
enganliegend festgezurrt
findet delikat Berührung
ungewollt die Flugzeugführung
manchesmal. Trifft später
dann man gar alte Freunde an,
die schon unter Wallenstein
hatten den Pilotenschein,
greift man gern zum Trinkgefäß
fliegertraditionsgemäß,
und sehr leicht kommt hierbei jeder
unter die bewußten Räder.
Logisch folgert der Chronist:
Was beim Fliegen tückisch ist
und gefahrvoll, spielt sich knapp
vor und nach dem Fliegen ab.
In der Luft kann man hingegen
ganz gefahrlos sich bewegen!
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